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Auswirkungen und Gegenstrategien

Auswirkungen von sexueller Belästigung

Durch sexuelle Belästigung entstehen für die betroffenen Personen - meist Frauen - Situationen, in denen sie peinlich berührt sind, sich unwohl, gedemütigt und ausgeliefert fühlen. Aus Angst, Überraschung oder weil adäquate Reaktionsmuster fehlen, gelingt oft keine zufrieden stellende Abwehr. Das empfinden viele Betroffene wiederum als persönliche Niederlage und Versagen. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erzeugt für die betroffenen Personen einen psychischen Dauerstress, der - wie auch bei Mobbing und anderen Stress- und Belastungssituationen - psychosomatische Reaktionen hervorrufen kann.

Was Betroffene tun können

  • Nehmen Sie Ihre Empfindungen ernst und trauen Sie Ihren Gefühlen! Glauben Sie nicht, Sie seien selbst schuld!
  • Sie erreichen mehr mit aktiver Gegenwehr! Ignorieren und Verschweigen verschlimmert die Situation und führt zu psychischem Dauerstress.
  • Handeln Sie in der Situation! Eine spontane körperliche Gegenwehr in der Situation gilt als Notwehr. Die Gegenwehr kann auch verbal erfolgen: Fordern die Person auf, die sexuelle Belästigung zu unterlassen!
  • Erweitern Sie die Situation! Dokumentieren Sie die Übergriffe schriftlich, sprechen Sie mit Personen, denen Sie vertrauen, tauschen Sie sich mit KollegInnen aus, nehmen Sie Angebote von professionellen BeraterInnen wahr!
  • Stellen Sie die Grenzen wieder her! Wenn Sie kein persönliches Gespräch mit dem Belästiger führen wollen, können Sie ihn auch schriftlich auffordern, sein Verhalten zu ändern. Kündigen Sie an, bei nochmaligem Vorkommen Schritte einzuleiten. Bewahren Sie eine Kopie des Schreibens auf.
  • Entscheiden Sie gemeinsam mit mit der/m Berater/in, welche Wege Sie gehen möchten, um der Belästigung entgegen zu treten. Sofern Sie die Belästigung gegenüber Ihrem/r Vorgesetzten bzw. der Universitätsleitung nicht offenlegen möchten, erarbeiten Sie mit der/m Berater/in Möglichkeiten, mit denen Sie die Situation für sich entschärfen können (z.B. Raumwechsel, Wechsel des Betreuers/der Betreuerin, etc.)
  • Sofern Sie sich dafür entscheiden, die Belästigung gegenüber Ihrem/r Vorgesetzten bzw. der Universitätsleitung offenzulegen, lassen Sie sich von den dafür vorgesehenen Stellen (AK Gleichbehandlung, Beratungsstelle Sexuelle Belästigung und Mobbing, Betriebsrat) über das Prozedere informieren.
  • Sofern Sie sich entschließen, rechtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen: Lassen Sie sich von fachkundigen Personen (Anwaltschaft, gewerkschaftlich Rechtsschutzstellen, Betriebsrat, Gleichbehandlungsbeauftragte, Mitarbeiterinnen unabhängiger Frauenberatungsstellen, etc.) über das rechtliche Prozedere, Ansprüche und etwaige Hürden im Prozess informieren.

(aus der Broschüre "Grenzen erkennen - benennen - setzen. Eine Initiative gegen sexuelle Belästigung", Universität Salzburg, Universität Mozarteum)

Informationsbroschüre

Die Informationsbroschüre zum Thema Sexuelle Belästigung ist gedruckt beim AK für Gleichbehandlungsfragen erhältlich und steht auch zum Download hier zur Verfügung:

Broschüre Sexuelle Belästigung (PDF)

Kontakt

T: +43-1-4277 123 01


Personalwesen und Frauenförderung
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Universitätsring 1
1010 Wien
Gleichstellung und Diversität

Beratungsstelle Sexuelle Belästigung und Mobbing

Telefonische Terminvereinbarung Dienstag & Donnerstag 16:00 - 17:00 Uhr

T: +43-1-4277 - 18484

helga.treichl@univie.ac.at

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