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Gleichbehandlungsgebot in der Arbeitswelt

Ein zentraler Aspekt des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes ist das Gleichbehandlungsgebot im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis (§§ 4, 13 B-GlBG).

Demnach darf niemand aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung diskriminiert werden:

  • bei der Begründung des Arbeitsverhältnisses
  • bei der Festsetzung des Entgelts
  • bei der Gewährung freiwilliger Sozialleistungen, die kein Entgelt darstellen
  • bei Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung und Umschulung
  • beim beruflichen Aufstieg, insbesondere bei Beförderungen
  • bei den sonstigen Arbeitsbedingungen
  • bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (auch: Arbeitsverhältnis in der Probezeit, befristetes Arbeitsverhältnis)

 

Diskriminierung aufgrund des Geschlechts

Eine unmittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts liegt nach § 4a B-GlBG vor,

  • wenn jemand aufgrund des Geschlechts in einer vergleichbaren Situation eine weniger günstige Behandlung erfährt als eine andere Person.
  • wenn eine Person aufgrund von Schwangerschaft oder
  • im Zusammenhang mit einem Beschäftigungsverbot aufgrund des Mutterschutzgesetzes eine weniger günstige Behandlung erfährt.

 

Belästigung als Form der Diskriminierung

Bereits seit 1993 ist sexuelle Belästigung als Diskriminierungstatbestand im B-GlBG enthalten (§ 8 B-GlBG), seit 2004 gilt sie auch als Straftatbestand (§ 218 Abs 1 StGB).

Erst im Jahr 2004 wurde auch die geschlechtsbezogene Belästigung in das B-GlBG aufgenommen (§ 8a B-GlBG). Mit diesem Begriff werden belästigende Verhaltensweisen erfasst, die auf das Geschlecht und auf Rollenstereotype – nicht aber auf die sexuelle Sphäre – abzielen. 

Sexuelle Belästigung ist in diesem Sinne eine spezifische Form der geschlechtsbezogenen Belästigung.

 

Diskriminierung aufgrund ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, Alter oder sexueller Orientierung

Analog zur Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ist die Benachteiligung aufgrund der im B-GlBG angeführten sonstigen Diskriminierungsgründe im Zusammenhang mit den genannten Aspekten eines Arbeitsverhältnisses verboten. Auch der Begriff der Belästigung ist analog für die sonstigen Diskriminierungsgründe anzuwenden (§ 16 B-GlBG).

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