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Geschichte


muv - mentoring university of vienna: ein Rückblick auf vier Programmperioden

Die Ursprünge des Mentoring-Programms für Nachwuchswissenschafterinnen reichen in die späteren 1990er Jahre zurück. Es baut auf der ersten Studie über Mentoring im österreichischen universitären Feld auf, die von Eva Schliesselberger und Sabine Strasser durchgeführt wurde und 1998 unter dem Titel "In den Fußstapfen der Pallas Athene? Möglichkeiten und Grenzen des Mentoring von unterrepräsentierten Gruppen im universitären Feld" erschienen ist. Insbesondere in theoretischer Hinsicht knüpft das Mentoring-Programm an das von Schliesselberger und Strasser eingeforderte kritische Verständnis von Mentoring als "politisierte Praxis" an.

Nachdem ein erster wichtiger Impetus Richtung Realisierung eines Mentoringprojekts von der ehemaligen Interuniversitären Koordinationsstelle für Frauenforschung und Frauenstudien Wien in Kooperation mit dem ehemaligen Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr gekommen war, initiierte schließlich das neu gegründete Projektzentrum Frauenförderung der Universität Wien das erste Mentoringprojekt mit einer Laufzeit von 2001 bis 2003. Daran anschließend folgte eine zweite Programmperiode von 2004 bis 2006 (muv 2).

Finanziert wurden die beiden Programme vom Europäischen Sozialfonds, dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und der Universität Wien. Geleitet wurden sie von der jeweiligen Vizerektorin für Personalwesen und Frauenförderung (Gabriele Moser und Martha Sebök). Verantwortlich für die Programmentwicklung und –durchführung waren Herta Nöbauer und Waltraud Schlögl unter der operativen Leitung von Evi Genetti.

Angesichts der innovativen Organisationsform von muv, in der auf keine Erfahrungen aus anderen europäischen Mentoring-Kontexten zurückgegriffen werden konnte, kam der begleitenden prozessorientierten Evaluation des Pilotprojekts durch ein externes Team eine besondere Bedeutung zu. Die Kurzversion der Ergebnisse der Evaluation und die vom Koordinationsteam entwickelten Standards und Best Practices für universitäres Gruppenmentoring sind in der Mentoringbroschüre move onErgebnisse und Empfehlungen aus dem Wiener Mentoring-Projekt für Nachwuchswissenschafterinnen“ (Genetti/Nöbauer/Schlögl 2003) nachzulesen. 

Die Durchführung einer eintägigen Mentoring-Konferenz im Herbst 2002 und einer internationalen, zweitägigen Abschluss-Konferenz im Herbst 2003 trugen wesentlich zum nationalen und internationalen Erfahrungsaustausch und zum Bekanntheitsgrad von muv bei. Die Ergebnisse dieser Konferenzen wurden 2005 als zweisprachiger Sammelband "Mentoring für Wissenschafterinnen. Im Spannungsfeld universitärer Kultur- und Strukturveränderung" (Nöbauer/Genetti/Schlögl) publiziert.

Nach diesen beiden über Drittmittel finanzierten Programmperioden übernahm die Universität Wien ab 2007 das Mentoring-Pogramm als eine wichtige Maßnahme zur Frauen- und Nachwuchsförderung. Zwischen Oktober 2007 und Jänner 2010 fanden zwei überlappende Programmperioden statt (muv 3 und muv 4), gleichzeitig expandierte muv in den internationalen Raum als Partnerin des transnationalen Mentoringnetzwerks eument-net.

Seit muv5 ist das Programm ausschließlich auf Postdoktorandinnen und Habilitandinnen fokussiert.

Das Mentoring-Programm wurde im März 2010 in der Kategorie "Verwaltung" mit dem Sustainability Award des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung und des Lebensministeriums ausgezeichnet.

Uni:View-Artikel: Mentoring-Programm: "Bestärkung für die Wissenschaft"

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