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Geschlechtergerechte Sprache

Warum ist geschlechtergerechte Sprache wichtig?

Entstanden ist Forderung nach einem geschlechtergerechten Sprachgebrauch in der feministischen Sprachwissenschaft der 1970er, zuerst in den USA und später auch in Deutschland. Im deutschsprachigen Raum bekannt sind vor allem Luise F. Pusch und Senta Trömmel-Plotz.

Hauptkritikpunkt der feministischen Sprachwissenschaft war, dass im herkömmlichen Sprachgebrauch Frauen oft nur "mitgemeint" sind ("generisches Maskulinum"), aber nicht explizit genannt werden. Das macht sie sprachlich unsichtbar. Sprache und gesellschaftliche Wirklichkeit bedingen jedoch einander. Daher ist ein bewusstes Nennen beider Geschlechter wichtig.

Gesetzliche Richtlinien und universitätsinterne Bestimmungen

In Österreich wurden 1985 Stellenausschreibungen, die sich nur an ein Geschlecht adressieren, gesetzlich verboten. Seit 1988 ist lt. Bundesverfassung die Verwendung von Amtstiteln und akademischen Graden in der weiblichen Form möglich.  

Auch die Universität Wien bekennt sich zum geschlechtergerechten Sprachgebrauch. So sieht der zweite universitätsinterne Frauenförderungsplan der Universität Wien vom 15. Dezember 2005 im § 11 den "Gebrauch von geschlechtergerechter Sprache" vor:

"Alle Organe und Verwaltungseinrichtungen der Universität Wien bedienen sich in Reden, Aussendungen, Formularen und anderen an die Öffentlichkeit oder an die Universitätsangehörigen gerichteten Mitteilungen, wie zum Beispiel im Internet, einer geschlechtergerechten Sprache. Es sind die weibliche und männliche Form oder geschlechtsneutrale Bezeichnungen zu verwenden."

Es gibt an der Universität Wien keine Vorgabe, welche Form der geschlechtergerechten Sprache verwendet werden soll. Es sind mehrere Varianten möglich, die in verschiedenen Leitfäden dargestellt werden.

Geschlechtergerechte akademische Grade

Nach § 88 UG 2002 sind akademische Grade in der ausgeschriebenen Form sowohl in der weiblichen als auch in der männlichen Form zu verleihen. Dies gilt jedoch nicht für abgekürzte Grade: Diese dürfen zwar mit einem geschlechtsspezifischen Zusatz verwendet, jedoch nicht verliehen werden.

Verleihung weiblicher akademischer Grade - Beispiele:

  • Magistra der Philosophie, (Verwendung: Mag.a phil.)
  • Doktorin der Rechtswissenschaften (Verwendung: Dr.in iur.)
  • Bakkalaurea, Bakk. (Verwendung: Bakk.a)


Keine geschlechtsspezifische Form gibt es für die akademischen Grade in Englischer Sprache:
Bachelor of Arts (BA), Master of Arts (MA), Doctor of Philosophy (PhD)

Hier finden Sie Informationen zu geschlechtergerechter Sprache in der Praxis und zu Leitfäden.

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